Die zweitgrößte deutsche Drogeriekette Schlecker hatte am Freitag ihre Insolvenz mitgeteilt und am heutigen Montag nun den Insolvenzantrag vor Gericht gestellt. Die Pleite hat die rund 47.000 Mitarbeiter des Unternehmens überraschend getroffen. Die Mitarbeiter müssen nun um ihre Arbeitsplätze fürchten, weil offenbar nur ein kleiner Teil des bundesweit 7000 Filialen gerettet werden kann. Nach einer Forderung der Gewerkschaft ver.di sollte Familie Schlecker als Eigentümerin der Handelskette mit ihren auf 6 Milliarden Euro geschätzten Vermögen einspringen und Geld investieren. Seit wenigen Jahren sind Lars und Meike Schlecker, die Kinder des Gründers für die Geschäfte verantwortlich und hatten hunderte verlustreiche Filialen geschlossen.
Ein neues Ladenkonzept wurde umgesetzt aber zu spät da sich Schlecker nun in der Insolvenz befindet. Die Konkurrenten Rossmann und dm konnten in den letzten Jahren durch ihr klares Geschäftskonzept ihren Marktanteil steigern während Schlecker verstärkt an Boden verliert. Eine Sanierung würde Milliarden kosten und die Zukunft des Einzelhandelskonzerns scheint derzeit unsicher. In den nächsten Wochen dürfte ein Sanierungskonzept vorgelegt werden. Die Firma soll nach bisherigen Informationen erhalten bleiben und keine Zerschlagung geplant sein. Bei den Kunden gilt Schlecker wegen der hohen Preise als “Apotheke” und die Filialen wegen der dunklen Gestaltung als wenig einladend.
Drogeriekette Schlecker insolvent
23. Januar 2012
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