Japan – Zukunft von Tepco unklar

Die Zukunft des japanischen Energiekonzerns Tokyo Electric Power (Tepco) ist wegen der Katastrophe des Atomkraftwerks Fukushima I ungewiss. Die Banken haben dem Unternehmen umfangreiche Notkredite in Höhe von 17 Milliarden Euro gewährt. Nach Konzernangaben sei das Geld allerdings nicht ausreichend, um die Firma und die sonstigen Kosten decken zu können. Zur Zeit ist nicht klar wie hoch die finanziellen Belastungen und Probleme bei Tepco tatsächlich sind. Der amtierende Konzernchef Masataka Shimizu fiel wegen einer Krankheit aus und wurde seit dem 13.März 2011 nicht mehr in der Öffentlichkeit gesichtet.

Die Anleger reagierten wegen der derzeitigen praktischen Führungslosigkeit des Unternehmens entsprechend und verkauften ihre Aktien. Der Aktienkurs von Tepco fiel rasant und der Börsenwert ging um knapp 80 Prozent zurück. Die Regierung Japans prüft derzeit eine mögliche Verstaatlichung des Unternehmens aber Tepco möchte dies unbedingt vermeiden. Der Energieversorger ist für 30 Prozent des Strombedarfs der japanischen Bevölkerung verantwortlich. Die Kosten des AKW-Unglücks in Fukushima und die damit verbundenen Folgen werden auf einen sehr hohen Milliardenbetrag geschätzt.

Kommentare

  1. Tim meint:

    Im Grunde war doch immer klar, dass die Atomkraft keine Option darstellt, die finanziel zu tragen ist und dass wenn etwas schief geht ein einzelner Konzern die Last nicht wird tragen können, da muss dann der Staat herhalten und den Ausgleich bieten. Dafür muss man keine gute Finanzberatung besuchen. Ich glaube allerdings dass Japan seinen Energiekonzern nciht in die nie gehen lassen wird, denn wer sollte dann einspringen außer Ausländischen Akteuren und dass würde die Lage ja nciht wirklich verbessern. Da wird jetzt eben zunächst notdürftig gewerkelt und gehofft, dass die Zeit einige Wunden heilt. Zumal man glaube ich auch ganz andere Sorgen hat, auch nach so einer Zeit ist immer noch genug Katastrophenhilfe zu leisten.

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