AIG – Teilrückzahlung der Staatshilfe

Der US-Versicherungskonzern American International Group (AIG) wurde vor rund zwei Jahren im Zuge der Finanzkrise verstaatlicht und zahlt nun einen Teil der milliardenschwere Staatshilfe der US-Regierung zurück. Das Unternehmen hat Aktien des Konkurrenten Metlife verkauft und erhielt dafür rund 6,3 Milliarden US-Dollar. Dieses Geld zahlt AIG nun an den Staat zurück. Die Versicherungsgesellschaft war auf dem US-Immobilienmarkt durch Fehlspekulationen in die finanzielle Schieflage geraten und drohte die Insolvenz. Die US-Regierung verhinderte eine Pleite indem AIG mit 182 Milliarden US-Dollar an Steuergeldern verstaatlicht wurde.

Das Geld werden die Steuerzahler nach einer Einschätzung des US-Finanzministeriums wiedersehen. Die genaue Höhe der ausstehenden Rückzahlung der Staatshilfe ist nicht bekannt aber mit Stand November 2010 hatte sich diese auf 120,6 Milliarden US-Dollar belaufen. Zur Zeit ist die US-Regierung mit 92,1 Prozent an AIG beteiligt. Der Börsengang des verstaatlichten Konzerns soll noch dieses Jahr erfolgen.

Die Analysten rechnen mit Rekordeinnahmen, die höher ausfallen sollen als beim US-Autohersteller General Motors (GM) wo sich die Einnahmen des IPO auf 23,1 Milliarden US-Dollar beliefen. Die finanzielle Lage bei der AIG ist nach wie vor angespannt und daher sollen weitere Beteiligungen zur Stabilisierung der Finanzlage verkauft werden. Es wird noch eine Zeit lang dauern bis das angeschlageen Unternehmen wieder erste Gewinne erwirtschaften wird.

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