Die Deutsche Bank AG hat in Hong Kong eine geheime Börsen-Handelsplattform gestartet. In der Bankenbranche wird eine solche Plattform als Dark Pool bezeichnet. Dort können Käufer und Verkäufer große Aktienpakete erwerben bzw. verkaufen ohne ihre Identität preisgeben zu müssen. Nach Konzernangaben soll das neue Handelssystem in Zukunft auch in anderen asiatischen Ländern eingeführt werden, weil dort eine große Nachfrage danach bestehen würde.
In den letzten Jahren haben Dark Pools verstärkt an Bedeutung gewonnen. Die ersten Plattformen waren Anfang der 1990er-Jahre in den USA aufgetaucht. Zur Zeit wird an einer Vernetzung verschiedener derartiger Handelssysteme gearbeitet.
Die Befürworter geben an dass dadurch Einsparungen bei den Gebühren möglich sind und es würden starke Preisausschläge verhindert, wenn etwa bestimmte Aktien stark gefragt sind und dann Massenkäufe auslösen. Die Kritiker hingegen stufen die Dark Pools als zu intransparent ein.
Die Finanzkrise hat zahlreiche Länder dazu veranlasst den internationalen Finanzmarkt transparenter zu gestalten. Jedoch könnten Dark Pools durchaus einer der Auslöser für die nächste weltweite Finanzkrise sein.

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