Das südeuropäische Land Griechenland steht vor der Staatspleite und hat nun mit einer zehnjährigen Staatsanleihe eine Notanleihe aufgelegt. Bereits eine Stunde nach der Ausschreibung war die Anleihe überraschend für Analysten deutlich überzeichnet. Die griechische Regierung wollte eigentlich 5 Milliarden Euro mit der Anleihe-Emission einnehmen aber die Angebote hatten sich auf 7 Milliarden Euro belaufen. Die Staatsanleihe verschafft dem Land zeitlich Luft, denn bis Mai müssen 20 Milliarden Euro umfinanziert werden und davon hat Griechenland bisher 13 Milliarden Euro zusammen.
Die Finanzierung der 13 Milliarden Euro erfolgte teilweise über die Ausgabe von staatlichen Schatzanleihen. Gestern hatte die Regierung ein strenges Sparprogramm vorgestellt in deren Rahmen die Mehrwertsteuer auf 21 Prozent angehoben, die Beamten-Vergütungen gesenkt und Rentenerhöhungen ausgeschlossen wurden. Die Staatsschulden Griechenlands liegen bei rund 300 Milliarden Euro während sich die jährliche Wirtschaftsleistung (BIP) auf etwa 250 Milliarden Euro beläuft. Die Schulden müssen abgebaut werden, denn nur so können sich die Finanzen und die angeschlagene Wirtschaft erholen. Es wird noch lange dauern bis Griechenland wirtschaftlich und finanziell auf stabilen Beinen stehen wird.
Griechenland legt zehnjährige Staatsanleihe auf
4. März 2010

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