Die Banken planen nach einer herben Kritikt der Bundesverbraucherministerin Ilse Aigner (CSU) die Einfühung von Informationsblättern zu ihren Finanzprodukten. Nach Angaben eines Postbank-Sprechers gegenüber dem “Tagesspiegel” (Montagsausgabe) sollen die 500.000 Depotkunden im Sommer diesen Jahres solche Beipackzettel erhalten. Die Hypovereinsbank arbeitet an Maßnahmen, die nach Konzernangaben über den den Umfang eines einen Produktinformationsblatts hinausgehen sollen.
Der Marktführer Deutsche Bank AG gibt bereits seit einer Woche entsprechende Informationsblätter an seine Kunden heraus. Bei der ING Diba gibt es die Beipackzettel schon seit September vergangenen Jahres. Die Sparkassen wollen laut den Angaben ihres Verbandes DSGV ihre eigenen Informationsblätter harmonisieren. Im Januar hatte Ministerin Aigner die Banken angemahnt endlich Informationsblätter herauszugeben auf denen ein Kunde gleich sehen kann ob das Finanzprodukt sicher ist oder das gesamte eingesetzte Kapital kosten könnte. Die Wirtschaftskrise ist noch nicht überstanden aber einige Banken zahlen bereits wieder milliardenschwere Bonis an ihre Mitarbeiter. Die Bankkunden dürften auf diese horrenden Bonuszahlungen wenig erfreut reagieren und das Ansehen der Banken könnte erneut beschädigt werden.
Banken planen Beipackzettel
15. Februar 2010

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