Das schwerwiegende Problem der EC-Karten ist noch nicht behoben worden und der dafür verantwortliche französische Chipkartenhersteller Gemalto arbeitet fieberhaft an einer Behebung des Softwarefehlers. Der Handel hat den Banken bereits mit Schadenersatzforderungen gedroht. Die Banken und Sparkassen haben mittlerweile zugegeben, dass es seit dem Jahreswechsel bei bis zu 30 Millionen EC-, und Kreditkarten sowohl Probleme bei Zahlungen als auch Bargeldabhebungen gab.
Einen Austausch der Karten möchte Gemalto unbedingt verhindern denn dies würde einen hohen dreistelligen Millionenbetrag kosten. Laut Bankenexperten belaufen sich die Austauschkosten einer Karte auf jeweils zehn Euro. Im Jahre 2008 erwirtschaftete der Chipkartenhersteller einen Jahresumsatz von 1,68 Milliarden Euro während sich der Nettogewinn auf 46 Millionen Euro belief. Die Einzelhändler behelfen sich bei dem Chipkarten-Problem mit Tricks indem sie etwa den Chip mit einem Klebestreifen bekleben. Die Bezahlterminals müssen dadurch auf den Magnetstreifen als Alternative zugreifen und somit können Kunden ihren Kauf abschließen. Es wird wohl noch einige Tage dauern bis die Banken das Jahr 2010-Problem behoben haben werden.
EC-Karten Problem noch nicht behoben
6. Januar 2010

Der Millenium-Bug damals von 1999 auf das 2000 war ähnlich aber hysterie und fand nicht statt. Ich denke jetzt sieht es anders aus; Computersysteme unter Windows oder Unix (Linux) berechnen ein Datum jeweils anders. Während Windows “menschlich” rechnet, also Schaltjahre usw. berechnen kann, rechnet ein Unix-System vom absoluten Nullpunkt aus jeden Tag einen Zähler höher. Damals beim Millienium waren nur Windows Computer betroffen die zwischen 1900 und 2000 nicht unterscheiden konnten, Unix PCs störte das nicht. Jetzt ist es aber so das ein Unix System seine Zählgrenze erreicht hat und ein ganz normaler Overflow stattgefunden hat und Unix-PCs jetzt wieder mit Null anfangen das Datum zu berechnen – das wird das Problem sein.
Igor